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Verschiedenes

Ideenmangel oder Verblödung?

by Haiko on Sep.22, 2009, under Verschiedenes

Eigentlich sollte man ja meinen, dass “Wissensmagazine” im TV, wie “Galileo” oder “Abenteuer Leben” einen gewissen qualitativen Anspruch haben. In letzter Zeit frage ich mich allerdings immer öfter ob das Niveau oder die Qualität solcher Sendungen nur im Vergleich zum sonstigen Programm der Sender betrachtet wird – und somit von Tag zu Tag weiter in den Keller rutscht. Mal ganz von den üblichen Diskussionen wie “Macht fernsehen blöd?” scheint mir, dass die Programmdirektoren verschiedener (meist privater) Sender dazu geneigt sind den Zuschauer bloß nicht zu fordern und mit einem kontinuierlichen Einheitsbrei aus schlechter Recherche, sinnfreien Berichten und “spannenden Experimenten” jenseits von Gut und Böse kontinuierlich in einen Hirn-verödeten Zustand zu treiben in dem auch Sendungen alla “Frauentausch“, “Bauer sucht Frau” oder die hunderttausendste Casting-Show zum TV-Highlight werden. Befindet sich unser Fernsehprogramm in einer qualitativen Abwärtsspirale? Hat die ständige Zuname von inhaltsfreien und Niveau-verachtenden Sendungen zur Folge dass das Konzept fundierter Wissensmagazine keine Zuschauer mehr findet?

Beispiele lassen sich schnell finden. Ob im Test für Methoden eine Festplatte sicher zu löschen mal wieder zum Vorschlaghammer gegriffen wird, alle Currywurst-Buden Deutschlands zum Test gegeneinander antreten oder Jumbo noch weitere hundert XX…XL Fastfood-Gerichte “zaubert”. Ob “Riesen Essen”, Süßigkeiten-Herstellung oder Fastfood-Test, immer mehr drehen sich so genannte Wissensmagazine auch hauptsächlich ums Essen – in Zeiten zunehmender Verfettung auch nicht gerade ein gutes Signal. Die Pausen dazwischen werden dann mit Koch-Shows (was bitte ist der Sinn von “Das perfekte Promi-Dinner”?), Gerichts-Shows und Talk-Runden vollgepflaster um bloß nicht in die Gefahr zu laufen das Publikum so weit zum Denken anzuregen dass es abschalten könnte.

Wo schaltet ihr ab – wenn ihr überhaupt noch einschaltet?

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Premium-Pilz in Heusweiler …

by Haiko on Sep.20, 2009, under Verschiedenes

Der ein oder andere Leser weiß vielleicht, dass ich auch hin und wieder mal ganz gerne wandern gehe. An diesem Sonntag wurde in Heusweiler/Riegelsberg der neue Premium-Wanderweg “Frohn-Wald-Weg” eingeweiht – und ich hatte das Vergnügen den Weg bereits vor der Einweihung (ziemlich genau 1 Stunde vorher :p) zu testen.

Der Weg hat – als gemeinsamer Wanderweg von Riegelsberg und Heusweiler – gleich 2 Startpunkte. Der Startpunkt Riegelsberg liegt in etwa bei 49.303951/6.95249 und ist auf der Karte zum Post zu sehen. Der zu Heusweiler gehörende Startpunkt liegt am Rande des Ortes “Holz” an der Rödelbachstraße (49.328849 / 6.981592). Entlang der Strecke – zu der es auch einen Flyer gibt – bieten sich natürlich zahlreiche weitere Einstiegspunkte, wie auch am Hunde-Dressurplatz Riegelsberg.

Nach Flyer und Beschilderung hat die Strecke eine Gesamtlänge von rund 10 km. “Schmale Pfade und erdige Wege” führen quer durch den Saarkohlewald. Sehenswürdigkeiten sind wenige zu finden und beschränken sich weitgehend auf kleinere Schluchten, zahllose kleine Bunker, besondere Bäume und den Premium-Pilz. Beim Wandern in der Gruppe sollte man insbesondere darauf achten den Weg nicht zu verlieren denn allzuoft geht es mal im rechten Winkel von einem breit ausgebauten Weg fast schon ins Unterholz – eben auf schmale Pfade.

Der beworbene Blick nach Westen über die “offene Landschaft desSaar-Nahe-Berglandes” bringt die Unannehmlichkeit des Weges mit sich: eine recht lange und steile Passage – allerdings die einzige Ausnahme im ausgewogenen Höhenprofil. Der Rest des Weges ist eine gelungene Mischung aus kurzen Anstiegen, ebenen Passagen und nicht zu steilen Abstiegen. Trittsicherheit ist allerdings notwendig, die Wege sind noch nicht “plattgetreten” und stellenweise von Wurzeln überzogen, die dann eher zum stolpern einladen als zum Genießen der Landschaft.  Genießen kann man kleinere Pausen – die bei rund2-2,5 Stunden Geh-Zeit nicht unbedingt erforderlich sind – auf ergonomischen Sitzen und neu gebauten Bänken.

Weitere Informationen zur Erreichbarkeit des Weges finden sich im angegebenen Flyer.

Meine Bewertung:
Beschilderung des Weges: 4/5(sehr gut lediglich manchmal leicht zu übersehen)
Qualität der Wege: 4/5(derzeit nur kleinere Mängel)
Sehenswürdigkeiten: 2/5(leider recht wenige undkaum beschildert)
Rastmöglichkeiten: 4/5 (zahlreich, teilweise jedoch deplatziert)

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Sunny days …

by Haiko on Mrz.10, 2009, under Vergangenes, Verschiedenes

Hola Freunde. Abseits von all dem Foto-Geposte der letzten Tage vielleicht auch mal wieder ein kleines Update “sonstiger Dinge”. Tag 169 meines kleinen Spanienaufenthaltes war im Grunde genau so wenig spannend und überraschend wie die vergangenen Tage, Wochen und Monate. Die Halbzeit ist fast erreicht und die neuen ERASMUS-Verträge liegen samt Förderbestägigung und allen benötigten Nachweisen in meiner Schublade. Unseren neuen Arbeitsvertrag werden wir wohl “dieser Tage” (in Spanien kann sich das auch schon mal auf einen längeren Zeitraum ausdehnen) erhalten und dann nach Deutschland senden. Damit ist die Entscheidung weitere 6 Monate in Spanien zu bleiben gefallen.

Gleichzeitig damit steht auch der neue geplante Rückreisetermin für den 20.09.2009 an. Da ich noch nicht so ganz genau weiß wie das ablaufen wird rechne ich mal damit am späten Nachmittag des 21.09. wieder in meiner geliebten Heimat einzutrudeln. Soweit zu den langfristigen Dingen.

Erfreulich ist, dass sich seit gestern hier das lang erwartete gute Wetter breit zu machen scheint – endlich! Es ist einfach immer wieder umglaublich wie gut ein paar Stunden herrlicher Sonnenschein tun können. So wie es aussieht werden wir wohl auch noch zumindest für den Rest der Woche von der Sonne verwöhnt und ich denke auch dass ich das am Freitag Nachmittag oder Samstag dazu nutzen werde noch ein bisschen was zu sehen und ein paar neue Fotos zu machen. Vielleicht schaffe ich es ja auch mal ein paar heitere zu machen ;)

Nun was soll ich noch viel schreiben? Ich mache schließlich keinen Abenteuerurlaub hier sondern harte, harte Arbeit ;) Thesis-Anmeldung ist für den 20. geplant. Drückt mir die Daumen. Ich freue mich darauf euch alle bald mal wieder zu sehen und wünsche auch alles Gute und sende viele viele Grüße aus Spanien!

Heimat ist ein tiefer Punkt in unserer Mitte,
den ich bislang noch nicht gefunden habe,
aber zu suchen aufgebrochen bin.

Sigrun Hopfensperger

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Old stuff: Was ist grün …

by Haiko on Sep.27, 2006, under Vergangenes, Verschiedenes

Heute, meine sehr verehrten Leser und Leserinnen möchten ich gemeinsam mit Ihnen die tiefere Bedeutung eines humoristischen Gedankens ergründen.

F: Was ist grün und galoppiert durch den Wald?
A: Ein Rudel Gurken.

Was ist grün und galoppiert durch den Wald – nun, alleine diese provokante Frage schreit bereits förmlich nach einer genaueren Betrachtung. Welcher Wald mag wohl gemeint sein? Handelt es sich möglicherweise um den sagenumwobenen Sherwood Forest in Nottinghamshire, in dem bereits lange vor besagten Gurken ein gewisser Robin Hood sein Unwesen getrieben haben soll? Oder ist vielleicht doch der Schwarzwald, das beliebte Mittelgebirge in Baden-Würtemberg gemeint, in dem sich die Gurken dank einer hohen Beliebtheit des traditionellen Eintopfes aus Rindfleisch und Nudeln in Sicherheit füllen können. Vielleicht spielt sich besagte Pointe auch im Nordosten Deutschlands im Landkreis Spree-Neiße ab, in dem Gurken noch bis zum Mauerfall 1989 zur öffentlichen Jagd freigegeben waren und somit in ständiger Angst leben mussten, zu berühmten eingelegten Spreewaldgurken verarbeitet zu werden.

Nicht minder von Bedeutung ist natürlich die Art der Gurke und somit auch die spezielle Farbe des Kürbisgewächses. Handelt es sich möglicherweise sogar um eine Kiyor-i-Chambar, einer asiatischen Gurkenmelone, die wegen ihrer Abstammung verfolgt und gejagt wird? Könnte es sich nicht auch um eine Echinocystis wrightii handeln, die gemeine Igelgurke, die ihrerseits auf der Jagd nach natürlichen Feinden ist? Oder handelt es sich doch letztendlich um die klassische Schlesische Landgurken, über deren geheime Fähigkeiten – ausser der Möglichkeit, daraus wunderbare Gewürzgurken zu kochen – noch gerätselt wird? Hätte die Gurke durch ihre Farbe überhaupt eine Chance sich vor einem Verfolger zu verstecken?

Und dann auch noch dieses galoppieren. Warum bevorzugt die Gurke ausgerechnet besagte Dreitaktgangart aus dem Pferdesport? Läuft sich im Rechtsgalopp oder Linksgalopp? Lässt die Fähigkeit der Gurke, sich im Galopp zu bewegen auch darauf schließen, dass die typische gemeine Hausgurke auch im Trab oder gar im Tölt fortbewegen kann? An dieser Stelle ist wohl noch einiges an Grundlagenforschung notwendig, bis die letzten Geheimnisse der Gurke gelüftet sind.

Fakt bleibt allerdings der Witz an der ganzen Sache: Gurken sind eigentlich gar keine Rudeltiere.

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Old Stuff: Im Tagesraffer …

by Haiko on Mai.30, 2006, under Vergangenes, Verschiedenes

Die Welt verachten – das ist sehr leicht und meinst ein Zeichen schlechter Verdauung”. Hätte Kurt Tucholsky seinerzeits auch nur erahnt, welche Flut an Informationen heute auf uns einprasselt – und seien wir ganz ehrlich, Nachrichten sind selten gute Nachrichten – hätte er wohl das schlechte Weltbild nicht über ein explosionsartiges Diarö oder dergleichen definiert. An einem gewöhnlichen 30. Mai 2006 schafft es Spiegel Online auf nahezu 100 Headlines – respekt, dem Leser, der diese Flut bewältigt. Ob eine arabisch sprechende Deutsche Bahn, ein weißes Paar mit dunkelhäutigen Kinden, Phising, Van der Vaart, Lottner oder die natürliche Förderung der Wirtschaft durch Gen-Mutationen die zu einer verminderten Libido – unabhängig Tucholskys Verdauungsprobleme – führen (man denke an den Hersteller kleiner blauer Pillen), mit RSS-Feeds (nicht zu verwechseln mit “feet”, engl. Füße) bleibt ihnen keine noch so unwichtige Nachricht verborgen. Und doch versteckt sich auch hier hin und wieder ein guter Beitrag, der zum Lachen anregt – auch wenn er wohl für die betroffene Zielgruppe nicht selten bittere Realität ist. Jeder, der sich schon einmal unbewaffnet auf Deutschlands Rad- und Waldwanderwege gewagt hat wird sich wohl in Achim Achilles heutiger Kolumne wiedererkennen, wenn das Kampfschaf aus dem Unterholz bricht und zu einer wilden Läufer verschlingenden Bestie wird, die zielgerichtet alles angreift, was zwei, von Hightech-Faser umgebene, Beine besitzt. Daher Tipp des Tages: Achilles” Verse, nachzulesen auf www.spiegel.de.

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