Arsenic.Blog

A diamond …

by Haiko on Mai.28, 2009, under Musik

Die meisten werden mit dem Namen Karl Jenkins wohl wenig verbinden, das Stück Palladio aus der Diamanten Werbung dürfte allerdings so ziemlich jeder kennen. Hier im Original-Spot zu sehen:

Nach seiner Zeit bei der Band Soft Machine verfasst Jenkins vorwiegend Werbemusik, wozu auch der bekannte “Diamanten-Song” gehlrt: Palladio (1st Movement). Inspiriert von Bauten Andrea Palladios, einem Renaissance-Architekt zeichnet sich das Stück durch klare Strukturen aus. Passend zum beworbenen Objekt der Begierde lässt der schnelle Takt den Puls höher schlagen und erweckt eine erhabene Stimmung.

Inzwischen wurde das Stück (natürlich) unglaublich oft gecovered und in den verschiedensten Varianten interpretiert. Einmalig finde ich insbesondere 2 Klavierversionen. Die erste bewegt sich sehr am nah am Original (insbesondere was das Tempo angeht):

Die zweite Variante greift ebenfalls das hohe Tempo auf, klingt jedoch durch die starke Akzentuierung des Bass-Partes (leider ist die Aufnahme wirklich nicht gerade genial) eher ruhiger, fast schon “düster”:

Aus den ca. 8000 Rock-, Techno- und was-weiß-ich Remixen hebt sich mit Sicherheit das nachfolgende aus der Masse ab. Auch hier sei mal vor der recht bescheidenen Tonqualität gewarnt -- anscheind ist das echt ein Massenproblem bei YouTube.

Auf die Version mit Trompete und Horn sei mal nur am Rande verwiesen.

Was viele wohl weniger wissen -- und worauf ich eigentlich hinauswollte ist, dass Karl Jenkins (natürlich) auch noch ein wenig andere Musik gemacht hat und auch hinter dem Erfolgstitel Adiemus steht, der ebenfalls mit einem “Commercial” zu Weltruhm kam:

Gelungen konstruierte Werbung, unterlegt mit erstklassiger Musik und dem nötigen “Feeling” um in Erinnerung zu bleiben.

Ein ganz besonderes Feeling vermittelt Jenkins aber auch mit einem seiner größeren und (leider) weniger bekannten Werke, einer Interpretation des Requiems. Jenkins interpretiert die “heilige Messe für Verstorbene” auf seine ganz besondere Weise und stößt damit gleichzeitig auf hohes Lob und viel Kritik:

Selbst Mozarts klassisches Requiem (von Karajan) verstaubt bei mir im Regal, denn es vermag mich nicht so mitzureißen und beim Zuhören von allem loszulassen, wie es mit Jenkins Komposition der Fall ist. Also kein typisches, schwerverdauliches Requiem mit männerdominierenden Chören, die einen aufwühlen aber irgendwie jeder Harmonie entbehren -- aber auch bestimmt kein >Klassik meets Pop<. Die Menge positiver Gedanken und Assoziationen, die diese jenseitigen Klänge verursachen sind irritierend gut und verlangt nach mehr. Dies trifft für ca. 10 der 18 Arrangements zu. Der Rest ist mit mehr oder weniger lautem Trommelwirbel, wo dann klar das Orchester dominiert und einen wieder auf Mutter Erde zurückholt. Die >guten< Stücke sind aber traumhaft arrangiert und das Orchester unterstreicht den ergreifenden Chor, ohne sich aufzudrängen. Wer sich darauf einlässt wird es nicht bereuen.

(drarni “drarni” (Mainz)), Amazon

Lässt man einmal den Text beiseite, könnten die meisten Sätze dieses Requiems genauso der Filmmusik eines Hercule Poirot-Films mit Peter Ustinov in der Hauptrolle entstammen. Ein dermaßen sinnentfremdetes Lacrimosa ist mir noch nie untergekommen. Wenn ich beim Hören die Augen schließe, sehe ich ein Schiff, vollbesetzt mit potenziellen Mördern den Nil hinauftuckern…

(5Cento), Amazon

Dass Jenkins sein Publikum verzaubern möchte und kein klassisches Requiem präsentieren möchte dürfte jedem schnell klar sein. Wer sich jedoch darauf einlässt, geht mit ihm auf eine Chor-Musik untermalte Reise von leichtmütigen Stücken über schwere aber fesselnde Stücke (“Lacrimosa” lässt in der Tat eher an ein Sklavenschiff in düsterer Szenarie denken) hin zu spährischen, verzaubernden Parts. Ein Energie-geladenes kraftvolles und rasantes “Dies Irae” darf in der Liste natürlich keines Falls fehlen und unerwähnt bleiben.

Viele der Stücke sind zum “Reinhören” auch auf YouTube zu finden. Da es zu meinen absoluten Favoriten auf dem Album gehört möchte ich an dieser Stelle nur “Lacrimosa” verlinken:

Das ganze Album “Requiem” gibt es bei Amazon und iTunes zu kaufen. Für Karl Jenkins “Einsteiger” gibt es auch eine Essential Collection, die das wichtigste und bekannteste enthält, ebenfalls bei iTunes und Amazon zu kaufen.

--

Das war im übrigen der erste Eintrag meines neuen Blog-Themenbereichs Musik. Kritik, Kommentare und Anmerkungen sind gerne gesehen -- wie immer :)

Leave a Comment :, , , , , more...

Some changes …

by Haiko on Mai.26, 2009, under España 2008 / 2009

Dem ein oder anderen wird vielleicht aufgefallen sein, dass in letzter Zeit zunehmend mehr Ebbe als Flut in meinem Blog geherscht hat. Ich hatte gelinde gesagt ein wenig zu tun und daran wird sich leider auch in nächster Zeit nicht all zu viel ändern. Da ich – wie einige von euch ja inzwischen wissen – das Thema “España 2008 / 2009″ nicht länger hier verfolgen kann (und werde) wird es hier wohl die ein oder andere Themenänderung geben. Natürlich werde ich auch weiterhin mein Picture Blog weiterführen und – soweit ich dazu komme – fotografieren was mir vor die Kamera kommt. Mir schweben bereits ein paar neue Themen vor, aber es wäre noch zu früh um mehr zu erzählen – somal ich nicht weiß, wie ich zeitlich während der zweiten Hälfte meiner Thesis noch dazu komme.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich nicht darauf verzichten auf Lluvias neuen Co-Author John Doe hinzuweisen. Er, dessen Name nicht genannt werden darf, ist sicher eine Bereicherung für die Bloggosphäre und ich freue mich schon auf viele weitere Artikel. Insbesondere aus der Kategorie “Kulinarische Streifzüge”, aus der ich mit Sicherheit das ein oder überprüfen werde ;)

Es geht weiter. Sicherlich. Irgendwie und irgendwann. Stay tuned.

1 Comment :, , more...

Blue Sky …

by Haiko on Mai.07, 2009, under España 2008 / 2009, Picture Blog

Big rocking canon

This little baby makes a slight booooom … Die Kanone steht auf dem Monte San Pedro in einem Park, der an die gigantische Küstenverteidigung Spaniens erinnert. Die Kanone hat Kaliber 38,1 cm (!) und bringt für die 885 kg schweren Geschosse eine Abschussgeschwindigkeit von 762 m/s zustande. Damit lässt sich eine Reichweite von rund 35 km erzielen. Die Kanone ist auf einer “Drehlafette” montiert und wurde aus dem Bunker heraus beladen.

Das Bild ist ein HDR downsample auf 8 bit, zusammengestellt aus einer Belichtungssequenz von 8 RAW aufgenommenen Bildern.

4 Comments :, , , , more...

Entrance to the dark side …

by Haiko on Apr.19, 2009, under Picture Blog

Entrance to the dark side

Once you start down the Dark Path,
forever will it dominate your destiny,
consume you it will…

Master Yoda (Star Wars Movie)

Leave a Comment :, , , , more...

Beach …

by Haiko on Apr.18, 2009, under España 2008 / 2009, Picture Blog

Für alle meine Leser, die sich schon gefragt haben, wo ich im Sommer wohl meine Zeit verbringe – sofern ich nicht gerade an meiner Thesis schreibe oder auf der Arbeit bin – hier unser “Hausstrand”. Der Stand – bzw. die Strandregion – nennt sich “Santa Cristina” und ist von mir gerade mal 900m Luftlinie entfernt – zu Fuß in gut 10-15 Minuten zu erreichen.

Santa Christina

Leave a Comment :, , , , , , more...

Looking for something?

Use the form below to search the site:

Still not finding what you're looking for? Drop a comment on a post or contact us so we can take care of it!

Visit our friends!

A few highly recommended friends...